Bloggen – nur ein Hobby oder auch ein Beruf?

digital marketing symbolisch in Buchstaben

In den letzten Jahren sind zahlreiche Blogs aus dem virtuellen Boden im Internet gesprossen. Ob zum Thema Reisen, Mode, Lifestyle oder zu einem Hobby – Blogs findet man zu nahezu jedem Thema. Viele Menschen fragen sich deshalb: Ist Bloggen nur ein Hobby oder kann man es auch als Beruf bezeichnen? Da es zahlreiche Blogger gibt, die mit ihrem Blog Geld verdienen, kann es definitiv auch als Beruf bezeichnet werden. Was aber macht den Unterschied zwischen Hobby und Beruf aus und wie kann man als professioneller Blogger erfolgreich werden? Wir geben den Überblick.

Berufsblogger setzen auf Sichtbarkeit und Marketing

Wer seinen Blog nur privat als Hobby betreibt, achtet in der Regel nicht darauf, wie viele Menschen er damit wirklich erreicht. Schließlich verdient man auch kein Geld mit dem Blog, sodass die Reichweite eher weniger relevant ist. Sicher freuen sich Hobbyblogger über Follower und Interaktionen mit ihrem Blog – sie sind allerdings nicht darauf angewiesen. Berufsblogger monetarisieren ihren Blog, sie verdienen mit ihren Posts, mit Empfehlungen, die sie im Blog abgeben oder über Gastbeiträge, die sie veröffentlichen, Geld und in einigen Fällen sogar ihren Lebensunterhalt. Entsprechend wichtig sind Professionalität, Reichweite und finanzielle Aspekte. Selbstverständlich bedeutet die Monetarisierung eines Blogs nicht, dass der Blogger mit weniger Leidenschaft bei der Sache ist – ganz im Gegenteil. Berufsblogger sind Experten auf ihrem Gebiet und setzen sich so intensiv damit auseinander, dass sie ihr Hobby zum Beruf machen können. Oft handelt es sich hier um einen schleichenden Prozess, zuerst als Nebenverdienst und irgendwann wird die Reichweite so groß, dass der Blog zum Hauptverdienst werden kann. Natürlich müssen Blogger für diesen Schritt Maßnahmen ergreifen: Online Marketing und Sichtbarkeit sind unumgänglich, um seinen Lebensunterhalt mit dem Bloggen verdienen zu können.

Sichtbarkeit durch Suchmaschinenoptimierung

Ein Weg zu mehr Sichtbarkeit und Erfolg als Blogger führt über Suchmaschinen wie Google. Durch die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, ist es möglich, mit den eigenen Inhalten besser gefunden zu werden, indem Blogbeiträge weit vorne in den Suchergebnissen ausgespielt werden. Da dieses Gebiet komplex und zeitaufwendig ist, beschäftigen sich in der Regel nur Blogger damit, die mit ihrem Blog langfristig Geld verdienen möchten. Einerseits geht es im Bereich SEO darum, den eigenen Content und den Blog selbst zu optimieren. Zum Beispiel spielen die Ladegeschwindigkeit des Blogs, die Struktur und die internen Verlinkungen eine Rolle für die Rankings in Suchmaschinen. Der Content selbst ist natürlich an dieser Stelle der wichtigste Punkt, den es zu optimieren gilt. Anhand von Keywordanalysen lässt sich herausfinden, welche Begriffe in den Text und in die Überschriften eingebaut werden müssen, damit möglichst viele Nutzer die Artikel finden können. Neben der Optimierung des Blogs selbst spielen hier aber auch noch andere Punkte eine Rolle, wie etwa die Präsenz in den sozialen Medien oder die Verlinkungen, die ein Blog von anderen Blogs oder Websites erhält. Je mehr und je bessere sogenannte Backlinks ein Blog sammelt, desto besser rankt er in den Suchmaschinen.

Online Marketing über Social Media

Eine hohe Reichweite in den sozialen Medien sorgt nicht nur für bessere Rankings bei Google und Co., sondern auch für mehr potenzielle Follower. Je nach Themengebiet des Blogs bieten sich Plattformen wie Instagram, Facebook oder Pinterest dafür an, Follower zu erreichen und sie auf den Blog zu locken. Der Vorteil daran: Über diese Plattformen können Blogger sowohl organisch eine Reichweite aufbauen, als auch Werbeanzeigen schalten, um ihre Sichtbarkeit schnell zu erhöhen. Besonders interessant an den sozialen Medien ist jedoch die Möglichkeit zur Interaktion mit der Community. Natürlich gibt es auch in einem Blog oft eine Kommentarfunktion. Diese wird allerdings deutlich seltener genutzt als die in den sozialen Medien. Blogger können hier auf Fragen, Wünsche und Anregungen ihrer Follower eingehen und zum Beispiel einen Blogpost im Monat zu einem von Followern gewünschten Thema schreiben. So können die Interaktionen deutlich gesteigert werden und auch die Verbindung zu den Lesern. Wer sich dem Blogger verbunden fühlt, liest seine Beiträge häufiger und ist in der Regel auch gewillter, zum Beispiel einen Kauf über einen Affiliate Link abzuschließen.

Ein Beispiel: privater vs. beruflicher Reiseblog

Reiseblogs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Ob es dabei um Reisen innerhalb Deutschlands geht, um ein spezielles Land oder um eine Weltreise, auf denen Follower den Blogger begleiten können – alle Themen lassen sich sowohl privat als auch beruflich in einen Blog integrieren. Während der private Blogger seinen Blog in der Regel eher als Tagebuch sieht und sich selbst später an seine Reise erinnern und diese Erinnerungen mit Familie und Freunden teilen möchte, sieht der Berufsblogger diesen Blog als Ratgeber für all diejenigen, die Inspiration für ihre eigenen Reisen suchen. Auf einem professionellen Blog wird man deshalb oft auch Ratgeber finden, zum Beispiel für die richtige Wanderausrüstung, für günstige Insidertipps oder ähnliches. Hier ist es für Blogger möglich, durch Werbepartnerschaften Geld zu verdienen und so ihren Lebensunterhalt durch ein nahezu passives Einkommen zu generieren.

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