Zum Inhalt
Navigation: Aktuelles, Veranstaltungen, Einsendungen
Informationen: neue Kommentare, Wetter, Anmeldung / Login usw.
Technische Informationen: Kontakt, Impressum, Nutzungsbedingungen, Hilfe, Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Vereinsamung und Verarmung im Alter vermeiden
Mittwoch, 26 August 2015

Diözesan-Caritasverband Paderborn empfiehlt vorsorgende Hausbesuche

Informationen über Hilfen erreichen Senioren nicht

Paderborn(cpd) - Vorsorgende Hausbesuche zur Vermeidung von Vereinsamung und Verarmung im Alter schlägt der Diözesan-Caritasverband Paderborn vor. Die Erfahrung zeige, dass die gängigen Informationen über mögliche Hilfen hilfebedürftige Senioren gar nicht erreichten, sagte Ulrike Hackenholt, Referentin für Altenhilfe. Von "enormer Wichtigkeit" sei deshalb die persönliche Ansprache. Projekte etwa der Caritasverbände in Hamm, Brilon und Arnsberg belegten, wie hoch der Bedarf an zugehender und koordinierender Unterstützung sei.

So zeigte ein bundesweit vorbildliches Projekt des Caritasverbandes Hamm, dass von mehr als 400 besuchten Senioren 97 Prozent einen Informations- und Hilfebedarf hatten, den sie von sich aus zuvor noch nie geäußert hatten. An mehr als die Hälfte der Besuchten wurden anschließend konkrete Hilfsmaßnahmen vermittelt, ergab eine erste Zwischenauswertung des im August 2014 gestarteten Projektes. Finanziert wird das Projekt, bei dem eine Sozialpädagogin als Ansprechpartnerin für von Einsamkeit und Altersarmut bedrohte Menschen agiert, aus dem Sonderfonds des Erzbistums Paderborn für spezifisch armutsorientierte Projekte in der Caritas sowie aus Spenden und Eigenmitteln der Caritas Hamm.

"Wenn man bedenkt, dass der Lebensraum mit steigendem Altern, mit zunehmender Gebrechlichkeit immer kleiner wird, Familiensysteme nicht mehr so erfolgreich greifen und Vereinsamung ein Problem unserer Gesellschaft ist, dann wird klar, wie wichtig Kontaktpersonen im Alter sind", betont Ulrike Hackenholt. Vor diesem Hintergrund greife die Pflegereform zu kurz. Ein "wesentlicher Schlüssel" für einen langen Verbleib in der Häuslichkeit sei vielmehr eine "aufsuchende Beratung und diese müsse refinanziert werden. "Hier sind Kommunen und Land in die Pflicht zu nehmen." Das haben auch die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg erkannt. Sie haben vor kurzem Modellversuche mit präventiven Hausbesuchen bei Senioren gestartet.

Partner

Denkanstoße


“Die Menschen sind grob in drei Kategorien zu unterteilen: Die Wenigen, die dafür sorgen, daß etwas geschieht ..., die Vielen, die zuschauen, wie etwas geschieht ... und die überwältigende Mehrheit, die keine Ahnung hat, was überhaupt geschieht.”

Karl Weinhofer, dt. Politiker, MdB/SPD, *1942

Legende

Artikel: Icon PDF-Version PDF | Icon Druckversion Druckversion | Icon Artikel versenden versenden |  Seitmap: Seitmap |  Schrift: Schrift grösser stellen grösser | Schrift zurücksetzen zurücksetzen | Schrift kleiner stellen kleiner

Zum Seitenanfang