Fußball-WM Herausforderung auch für Verfassungsschutz NRW-Verfassungsschutzbericht 2005: Mehr extremistische Straftaten
Mittwoch, 22 März 2006 | Autor: Innenministerium NRW
In der Anfang März ausgestrahlten Erklärung des Bin-Laden-Stellvertreters Al-Zawáhiri wurde Deutschland erstmals wieder namentlich als Gegner genannt. "Die Gefahr des islamistischen Terrors ist bei uns abstrakt. Aber wir nehmen sie sehr ernst", betonte Wolf. Im Kampf gegen den Terror forderte er eine engere Zusammenarbeit staatlicher Behörden untereinander und mit nichtstaatlichen gesellschaftlichen Kräften. Ein Generalverdacht gegen alle Muslime sei vollkommen abwegig. "Mit dem begonnenen Sicherheitsdialog mit Vertretern islamischer Organisationen sind wir auf dem richtigen Weg", sagte der Innenminister. Die Reaktionen auf den Karikaturen-Streit hätten im Gegenteil verdeutlicht, dass die Muslime in ihrer überwältigenden Mehrheit fundamentalistische Islamisten ablehnen. Sie zeigten mit besonnenen und friedlichen Reaktionen hohe Verantwortungsbereitschaft und den klaren Willen, sich nicht von aufgepeitschten Reaktionen anstecken zu lassen.
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Die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus ist heute die größte
Herausforderung für den Verfassungsschutz. "Wir haben es mit einem neuen Typ
von Attentätern zu tun. Das zeigen nicht zuletzt die brutalen Terroranschläge in
London vom Sommer vergangenen Jahres. "Es waren nicht mehr eingereiste
Attentäter, sondern Jihadisten, die aus der eigenen Gesellschaft hervorgingen",
sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (22.03.06) in Düsseldorf bei der
Vorstellung des NRW-Verfassungsschutzberichts 2005. Über die Hintergründe der
Entwicklung zum so genannten "home grown terrorist" wisse man noch wenig. "Sie
beziehen ihre Informationen zu großen Teilen aus dem Internet, das sie als
virtuelles Trainingslager nutzen. Die Aufgabe für unsere Sicherheitsbehörden
besteht deshalb darin zu verhindern, dass Hintermänner gläubige Muslime zu
Anschlägen aufstacheln", erklärte der Innenminister.In der Anfang März ausgestrahlten Erklärung des Bin-Laden-Stellvertreters Al-Zawáhiri wurde Deutschland erstmals wieder namentlich als Gegner genannt. "Die Gefahr des islamistischen Terrors ist bei uns abstrakt. Aber wir nehmen sie sehr ernst", betonte Wolf. Im Kampf gegen den Terror forderte er eine engere Zusammenarbeit staatlicher Behörden untereinander und mit nichtstaatlichen gesellschaftlichen Kräften. Ein Generalverdacht gegen alle Muslime sei vollkommen abwegig. "Mit dem begonnenen Sicherheitsdialog mit Vertretern islamischer Organisationen sind wir auf dem richtigen Weg", sagte der Innenminister. Die Reaktionen auf den Karikaturen-Streit hätten im Gegenteil verdeutlicht, dass die Muslime in ihrer überwältigenden Mehrheit fundamentalistische Islamisten ablehnen. Sie zeigten mit besonnenen und friedlichen Reaktionen hohe Verantwortungsbereitschaft und den klaren Willen, sich nicht von aufgepeitschten Reaktionen anstecken zu lassen.
