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Blau-Weiß Krefeld kommt trotz eines 3:1-Vorsprungs nicht zum Sieg
Montag, 30 Juli 2018 | Autor: FH

1. Tennis-Point Bundesliga Herren • 6. Spieltag • 29. Juli (Sonntag) 2018

GERRY WEBER-Team BW Halle holt mit zwei bärenstarken Duos ein Unentschieden Munoz-de la Nava/Pütz und Jahn/Karatsev gewinnen ihre Partien im Match-Tiebreak HalleWestfalen. Wieder einmal waren es die beiden Doppel die den Deutschen Meister GERRY WEBER-Team BW Halle vor einer Niederlage bewahrten. Am vergangenen Freitag (27. Juli) kamen die Ostwestfalen nach einem 1:3-Rückstand noch zu einem Unentschieden gegen Badwerk Gladbecker HTC. Am heutigen 6. Spieltag in der 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren wiederholten die ostwestfälischen Blau-Weissen abermals dieses sportliche Kunststück beim Tabellenzweiten Blau-Weiß Krefeld und kamen erneut zu einem 3:3 Unentschieden. Nach den drei Einzelsiegen auf Seiten der Gastgeber durch Paolo Lorenzi (ATP 109), Jürgen Melzer (ATP 596) und Alessandro Giannessi (ATP 229) bei nur einem einzigen Erfolg von Aslan Karatsev (ATP 404) für die Gäste, kam bei den rund 1.000 Zuschauern die Hoffnung auf einen Heimerfolg auf, der die Seidenstädter weiterhin zum ärgsten Verfolger des weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiters Grün-Weiss Mannheim avancieren lassen.

Die Argumente sind in ihren routinierten Profis begründet, denn der aus Wien stammende Jürgen Melzer war bereits die Nummer acht der Weltrangliste und der Italiener Lorenzi hatte das ATP-Ranking 33 inne. Auch wenn beide schon das Alter Mitte der 30er Jahre überschritten haben, zeigten sie bei ihren Einzelerfolgen zu was sie immer noch imstande sind zu leisten. Der 36-jährige Römer Lorenzi besiegte an Nummer eins den gleichaltrigen Spanier Daniel Munoz-de la Nava (ATP 344) mit 6:4, 6:3, der 37-jährige Österreicher Melzer fighte mit 6:4, 3:6, 10:5 den sieben Jahre jüngeren deutschen Davis-Cup-Spieler Tim Pütz (ATP 294) nieder und der aus dem italienischen La Spezia stammende Alessandro Giannessi (ATP 229) kam mit zweimal 7:5 im Duell gegen Jeremy Jahn (365) zum dritten Einzelsieg der Krefelder. Somit stand es zwischenzeitlich 3:0. Lediglich der 24-jährige aus Moskau stammende Aslan Karatsev hielt die Hoffnung auf ein mögliches Haller Unentschieden am Leben, denn es war nur eine vage Hoffnung. Von der Papierform her war der Krefelder Argentinier Carlos Berlocq (ATP 175) als Favorit anzusehen, doch der Russe ließ seinen Kontrahenten aus Buenos Aires laufen wie der wollte und kam demzufolge auch in dieser Höhe zu einem verdienten 6:1, 6:3-Sieg.

Für Halles Teamchef Thorsten Liebich gab es in der Pause zwischen den Einzelmatches und den bevorstehenden Doppelpartien keine taktischen Überlegungen gegenüber dem Freitag, so dass er erneut Daniel Munoz-de la Nava mit Tim Pütz, der immerhin im ATP-Doppelranking die Nummmer70 ist, und Jeremy Jahn mit Aslan Karatsev nominierte. Die Hausherren boten als Duo Paolo Lorenzi mit Alessandro Giannessi und den Doppel-Grand-Slam-Gewinner Jürgen Melzer mit Carlos Berlocq auf. Die ersten Sätzen ließen noch nichts von der Dramatik erahnen, denn sowohl das Haller Gespann Munoz-de la Nava/Pütz als auch die routinierten Melzer/Berlocq gewannen jeweils ihren ersten Satz. Das erste Doppel das zu Ende ging war das an Nummer eins gesetzte Paar, wobei sich die beiden Krefelder im Tiebreak (7:5) den Satzausgleich erspielten.

Dieser Satzverlust spornte das spanisch-deutsche Hallerduo regelrecht an und ihr verbissener Einsatz wurde mit einem 10:8 im Match-Tiebreak dann auch folgerichtig belohnt. Justament als das 2:3-Zwischenresultat aus Sicht der Gäste feststand, hatten sich Jeremy Jahn und Aslan Karatsev im Tiebreak (7:5) das Pari in den Sätzen erspielt und die Spannung war mit Beginn des Match-Tiebreaks förmlich spürbar. Schnell erspielte sich das deutsch-russische Duo einen Vorsprung, doch Melzer/Berlocq boten ihr ganzes Repertoire auf und erspielten sich beim Stande von 9:8 einen Matchball. Der wiederum hätte den Seidenstädtern den Gesamtsieg gebracht, doch daraus wurde nichts. Der wurde abgewehrt, stattdessen kamen die Haller beim 10:9 zum Matchball. Es folgte das 10:10 und ein kleiner Breakball zur 11:10 Führung brachte dann den vielumjubelten 3:6, 7:6(5), 12:10 Sieg und ein großartig erspieltes 3:3 Unentschieden auf der Anlage am Krefelder Stadtwald ein.

"Wir sind natürlich hoch erfreut, vor allem wenn man sieht, mit welcher Aufstellung wir angetreten sind", so Liebich, der vorherüberlegt hatte, noch den einen oder anderen Spieler kommen zu lassen, "doch wir haben uns für die entschieden, die Bock auf die Bundesliga haben. Und sie haben sich alle bestens präsentiert."

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