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Statkraft und TenneT
Montag, 27 März 2017 | Autor: jt

Statkraft und TenneT kooperieren bei der Marktintegration erneuerbarer Energien

Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie, Statkraft, und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT kooperieren beim Austausch von Daten zur Ist- und zur möglichen Erzeugung von Windenergieanlagen. Ziel ist eine verbesserte Marktintegration erneuerbarer Energien durch eine partnerschaftliche und transparente Zusammenarbeit.

Bayreuth, Düsseldorf. "Wir stellen Echtzeitdaten aus sieben fernsteuerbaren Windparks bereit. Dies ist ein Schritt hin zu mehr Transparenz und einer besseren Koordination der Aktivitäten zwischen unterschiedlichen Marktakteuren, die sich heute eher punktuell austauschen", sagt Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH. "Bei der Integration erneuerbarer Energien aus Vermarktungs- und aus Netzführungssicht leisten TenneT und Statkraft Pionierarbeit."

"Die Kooperation von TenneT und Statkraft ist ein wichtiger Meilenstein der Digitalisierung der Energiewirtschaft. Angesichts des schnell wachsenden Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung werden dezentrale und zeitnahe Daten der Windstromerzeugung immer wichtiger. Mit ihnen können wir deutlich verlässlicher die Einspeisung der Erneuerbaren prognostizieren. Das trägt dazu bei, dass wir das Stromnetz auch mit einem wachsenden Anteil an fluktuierendem Grünstrom sicher und wirtschaftlich betreiben können. Das ist gut für alle Stromkunden", sagte Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH.

Die Kooperation zwischen Statkraft und TenneT ist zunächst auf das Netzgebiet in Schleswig-Holstein begrenzt. Das nördlichste Bundesland hat ein sehr hohes Windaufkommen, was regelmäßig zu Netzengpässen führt und Einspeisemanagementmaßnahmen erfordert. Dabei wird die Leistung von Windkraftanlagen reduziert, um die Überlastung von Stromleitungen zu verhindern. Mit Hilfe des Dienstleisters energy & meteo systems sowie den Betreibern stellt Statkraft die Echtzeitdaten aus den Windparks bereit. Die Daten zur möglichen Erzeugung helfen TenneT in zweierlei Hinsicht: Das Unternehmen kann zum einen besser einschätzen, mit welcher Leistung die Windkraftanlagen ohne Reduktion einspeisen würden, und zum anderen mit welcher Leistung die Windkraftanlagen nach Beendigung des Einspeisemanagements die Netzelemente wieder belasten. TenneT nutzt die von Statkraft bereitgestellten Daten für regionale Hochrechnungen und Prognosen zur Windeinspeisung, für die Vermarktung von EEG-Strom sowie zur Reduzierung des Bedarfs an Regelenergie und der Verbesserung des Engpassmanagements. Das erhöht die Systemsicherheit.

Eine Ausweitung der Kooperation auf weitere Regionen ist perspektivisch vorstellbar. Ebenso denkbar ist eine datenbasierte Optimierung weiterer Prozesse z. B. im Rahmen der Abrechnung des Einspeisemanagements in Abhängigkeit und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

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