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"Regionalbündnis Windvernunft" tritt landesweitem Bündnis bei
Freitag, 11 April 2014 | Autor: Michael Biermann

Paderborn. Ende März hat sich in Rimberg ein landesweites Bündnis von Bürgerinitiativen zum Thema Windkraft gegründet: das "VernunftWende Bündnis NRW". Zu den Gründungsmitgliedern zählen auch die Vertreter des "Regionalbündnis Windvernunft", dem Zusammenschluss von mittlerweile zehn Bürgerinitiativen gegen den unvernünftigen Ausbau der Windenergie in der Region Paderborn. Das neue Landesbündnis zählt insgesamt weit mehr als 20.000 Mitglieder aus ganz Nordrhein-Westfalen.

Ziel ist die Bündelung von gemeinsamen Interessen, um den Willen der Bürgerinnen und Bürger beim Thema Windkraftausbau mit Nachdruck in den politischen Diskurs einzubringen. "Das Interesse an einem landesweiten Zusammenschluss ist enorm. Täglich stoßen weitere Bürgerinitiativen dazu", sagt Katharina Völlmecke aus Esshoff, eine der fünf Sprecher/innen des neuen Bündnisses, dem es um eine vernünftige Umsetzung der Energiewende geht. Das VernunftWende Bündnis NRW will die Kernpunkte der zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen in der Landes- und Bundespolitik vertreten. Dabei soll den verantwortlichen Politikern deutlich gemacht werden, dass es eine breite Bürgerbewegung für eine vernünftige Energiewende gibt.

Heinrich Brinkmann, Sprecher des "Regionalbündnis Windvernunft", war in Rimberg dabei und erklärt, warum die landesweite Organisation von hoher Bedeutung ist. Brinkmann: "Die Windindustrie hat gemerkt, dass die vielen begründeten Argumente der Bürgerinitiativen gegen den - unter dem Deckmantel der Energiewende - ausschließlich auf Profit ausgelegten Ausbau der Windenergie immer mehr öffentliches Gehör finden. Mit der üppigen finanziellen Ausstattung leistet sich die Industrie Gutachter über Gutachter, um uns den ‚Wind aus den Segeln’ zu nehmen. Dem stellen wir die realen Belastungen und berechtigten Forderungen der betroffenen Menschen entgegen. Und das werden immer mehr, wie die Neugründung beweist. Diese Menschen dürfen und können die Landespolitiker trotz des Geschreis der Windlobby nicht überhören."

Bisher verhallte der Widerspruch der betroffenen Anwohner oft vor den Ämtern, Ausschüssen und Gerichten, denn für die Energiewende ist aus Sicht des Gesetzgebers fast jedes Mittel recht.

Das "VernunftWende Bündnis NRW" ruft die Bürgerinitiativen in NRW auf, sie durch ihre Mitgliedschaft weiter zu stärken, um damit den Politikern die Wichtigkeit der Kernforderungen des Bündnisses aufzuzeigen. Die aktuellen Kernpunkte sind:

1. Abstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung mindestens 10 x Gesamthöhe der Windräder.
2. Keine Windkraftanlagen im Wald (Nadel-, Laub- und Nutzwald, sowie Kyrillwurfflächen)
3. Ausbau nur unter Berücksichtigung der Gesundheit der Menschen, im Bezug auf Lärm, Infraschall und optischer Bedrängung
4. Strikte Einhaltung von Arten-, Natur-, Landschafts- und Umweltschutz.
5. Rückgewinnung der Planungskompetenz für die Kommunen durch die Abschaffung der Privilegierung für Windenergie durch den § 35 BauGB.

Die Idee zu einem Zusammenschluss der Bürgerinitiativen entstand zunächst in den kleineren Initiativen, die sich durch ihren Kampf mit den örtlichen Befürwortern und Investoren außer Stande sahen die entscheidenden Rahmenbedingungen auf Landes- oder Bundesebene zu verändern. Nach vielen Zusammenkünften und Beratungen stand dann fest, dass nur ein Bündnis möglichst vieler Bürgerinitiativen diese Arbeit leisten kann. Aus diesem Grundgedanken ist nun das "VernunftWende Bündnis NRW" entstanden.

Heute gibt es in fast allen Bundesländern Bündnisse von Bürgerinitiativen, die sich für eine vernünftige Energiewende einsetzen. Mit diesen Bündnissen wollen wir jetzt gemeinsam auf Bundesebene die Politiker über die Sorgen der Bürger informieren und zur Rückkehr zur Vernunft bewegen. Überall regt sich Widerstand gegen Windräder. Die Energiewende wird damit zur Bewährungsprobe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und dieses darf die Politik nicht übersehen.

"Die Bürger wollen sich keine Windparks mehr vor die Haustür stellen lassen. Sie erwarten ein Umdenken in der Politik, hin zu mehr Vernunft. Der Widerstand gegen den unvernünftigen Ausbau der Windkraft wird zu einer Massenbewegung", so Bündnissprecherin Katharina Völlmecke abschließend.

Die zehn regionalen Initiativen im "Regionalbündnis Windvernunft":

Dahler Wind-Initiative DaWi (Paderborn-Dahl),
Lärmstopp Eggevorland (Bad Lippspringe, Paderborn-Neuenbeken, PB-Benhausen),
Gegenwind Alfen (Borchen-Alfen),
Windkraft Tudorf (Salzkotten),
Ortsnahe Windräder (Lichtenau),
Bürgerinitiative Lichtenau gegen Windkraftwildwuchs,
Lärmstopp Bürener Land,
Bürgerinitiative Südkreis Büren,
Interessengemeinschaft Almetal,
Bürgerinitiative V/Feldrom/Kempen GEGEN-WIND e.V.,
Bürgerinitiative Wir das Kalletal

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