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Erschöpfung nach der Krebstherapie
Sonntag, 04 Oktober 2015 | Autor: C. Bernert

Patienten-Informationsveranstaltung im Klinikum Weser-Egge

Höxter. Müdigkeit und Erschöpfung sind ein häufiges Symptom bei Tumorpatienten. Über Entstehung, Häufigkeit, Diagnose und vor allem Behandlungsmöglichkeiten des so genannten Fatigue-Syndroms berichtete PD Dr. Johannes Zahner, Chefarzt der Sonnenberg-Klinik in Bad Sooden-Allendorf bei einer Patienten-Informationsveranstaltung des Klinikum Weser-Egge. Die Veranstaltung stand unter der Leitung von Dr. Stephan Christoph, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie des Klinikum Weser-Egge, Standort St. Ansgar Krankenhaus Höxter. Kooperationspartner war die Apotheke am Ansgar.

Die Ursachen von Erschöpfung bei einer schwerwiegenden Erkrankung wie Krebs, HIV oder Tuberkulose sind vielfältig: hier spielen Blutarmut, Gewichtsverlust, Schmerzen, Angst und Depressionen eine wichtige Rolle. Neben erholsamem Schlaf, vielen guten Mahlzeiten und sozialen Kontakten trägt auch eine gute Vorbereitung zur Überwindung der Erschöpfung bei.

"Wir wissen, dass eine intensive Aufklärung vor der Tumorbehandlung hilft, das Fatigue zu bewältigen", sagt Dr. Zahner. Der Nutzen körperlicher Aktivität ist auch wissenschaftlich nachgewiesen worden und stellt damit die erfolgreichste Behandlungsform dar. Hier kommt es darauf an, sich im Rahmen der individuellen Möglichkeiten zu betätigen. Auch medikamentös ist eine Behandlung des Fatigue möglich. Die dabei eingesetzten Corticosteroide oder Ritalin werden jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum unter engmaschiger Kontrolle angewendet und sind, so Dr. Zahner, "als ultima ratio anzusehen, wenn andere Behandlungen nicht helfen".

Auch der zweite Teil der Veranstaltung widmete sich einem Thema, das häufig mit einem Krebsleiden einhergeht. Dieter Nagel, außerklinischer Trainer und Therapiebetreuer der Fresenius Kabi Deutschland GmbH referierte zu Mangelernährung sowie Entzündungen der Mundschleimhaut. Die Ursachen für Mangelernährung sind unterschiedlich. So können neben einer unzureichenden Nahrungszufuhr beispielsweise durch Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden oder dementielle Erkrankungen auch erhöhte Nahrstoffverluste vorliegen, etwa durch Durchfall, Übelkeit und Erbrechen oder eine gestörte Nahrungsverwertung und -aufnahme im Magen-Darm-Trakt.

"In der Onkologie gibt es viele mangelernährte Patienten. Ein Gewichtsverlust ist oft eines der ersten Symptome einer Krebserkrankung", berichtet Dieter Nagel. Gewichtsabnahme unter Krebserkrankungen kann zu einer schlechteren Verträglichkeit der Krebstherapie führen. Die körpereigene Abwehr, die Leistungsfähigkeit und das körperliche Wohlbefinden hängen entscheidend von dem Ernährungsstatus ab. Um so wichtiger ist es, einem starken Gewichtsverlust entgegen zu wirken. Hier kann Fresubin Trinknahrung unterstützen.

Zu weiteren Nebenwirkungen während einer Antitumortherapie zählt auch die Entzündung der Mundschleimhaut, die es den Patienten oft unmöglich macht, ihren Bedarf mit normalen Mahlzeiten zu decken. Etwa 40% der mit einer Standardchemotherapie behandelten Patienten erkranken an der so genannten Mukositis, bei einer Bestrahlung im Kopf- und Halsbereich sogar über 85% der Patienten. Eine Möglichkeit der Behandlung besteht in einer zusätzlichen Glutamineinnahme.

Den rund 50 interessierten Zuhörern und Interessierten bot sich im Anschluss der Veranstaltung die Möglichkeit, diverse Geschmacksrichtungen der Fresenius Kabi Fresubin Trinknahrung zu testen. Die Apotheke am Ansgar zeigte die vielfältigen Kochmöglichkeiten unter Einsatz der Trinknahrung in Form von Muffins, Schokocremes und Shakes auf. Entsprechende Rezeptbroschüren, Informationen zur Verordnungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten der diversen Produkte können auch gerne im Nachgang der Veranstaltung im Apotheken-Team erfragt werden.

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