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Demo - nicht nur für Brillenträger
Donnerstag, 24 April 2014

  • Bedürftige mit Sehschwäche haben keinen Anspruch auf Kassen-Zuschuss
  • Vinzenz-Konferenzen und Runder Tisch Armut rufen zur Demonstration gegen Lücke im Sozialrecht auf 
  • Termin: 30. April ab 12 Uhr vor dem Rathaus in Paderborn

Paderborn (cpd). Wer unter Sehschwäche leidet und dazu noch bedürftig ist, hat in Deutschland Pech gehabt: Die gesetzliche Krankenversicherung sieht nur für Kinder und Jugendliche und für stark Sehbehinderte einen Zuschuss zur Anschaffung von Brillengläsern vor. Andere gesetzlich Krankenversicherte müssen ihre Brille selbst finanzieren. "Wie sollen sich Bezieherinnen von Arbeitslosengeld II und andere Menschen mit geringem Einkommen den Kauf einer Brille leisten können", fragen die Vinzenz-Konferenzen im Erzbistum Paderborn. Der caritative Fachverband sagt: "Das ist ungerecht!" Immerhin gehe es bei einer Brille nicht um einen Luxusartikel, sondern schlichtweg um die Teilhabe am Leben.

Gemeinsam mit dem Runden Tisch Armut in Paderborn rufen die Vinzenz-Konferenzen zur Teilnahme an einer Demonstration am Mittwoch, 30. April, ab 12.00 Uhr vor dem Paderborner Rathaus auf. Anschließend geht es weiter über den Kamp bis zum Liboriusbrunnen. Dort wird Kerstin Weitemeier, als Geschäftsführerin des Paritätischen in Paderborn die Hintergründe des Anliegens auch gegenüber den anwesenden Politikern deutlich machen. "Was wir brauchen, ist eine Gesetzesänderung", betont Matthias Krieg von den Vinzenz-Konferenzen. Entweder müssten im Krankenversicherungsrecht (SGB V) oder bei der Grundsicherung (SGB II) Regelungen aufgenommen werden, die die Bezuschussung einer Brille für Menschen mit geringem Einkommen ermöglichen. Die Veranstalter haben für ihre Demo bewusst den 30. April gewählt. Es ist der Todestag von Pauline von Mallinckrodt (1817 bis 1881), die sich in Paderborn vor allem der Menschen mit schweren Sehbehinderungen angenommen hat. Matthias Krieg hofft an diesem Tag auf zahlreiche Demo-Teilnehmer: "Das Problem kann jeden treffen. Wir rufen daher nicht nur Brillenträger auf, sich an dieser Demonstration zu beteiligen."

Die Vinzenz-Konferenzen im Erzbistum Paderborn bemühen sich mit ihrem Projekt "Den Durchblick behalten" seit zwei Jahren einerseits um eine entsprechende Gesetzesänderung und leisten andererseits in konkreten Einzelfällen Zuschüsse zum Erwerb einer Brille. So konnten sie - auch mit großzügiger Hilfe eines Paderborner Optikers - schon in fast 250 Fällen Unterstützung leisten.

Nähere Infos zu diesem Projekt: http://www.vinzenzkonferenzen.de/oeffentlichkeit/infomaterial.html.

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“Zuerst braucht man seine Gesundheit, um an Geld zu kommen, dann sein Geld, um die Gesundheit zurückzuholen!”

Robert Lembke, Fernseh-Moderator und Journalist, 1913-1989

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