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Blick ins Herz
Mittwoch, 31 Oktober 2012 | Autor: Annekathrin Thissen

St. Vincenz-Kardiologie mit OWL-weit einzigartiger Endoskopie- und Lasertechnik

Als erste Klinik in OWL nutzt die Kardiologie im Paderborner St. Vincenz-Krankenhaus einen hochmodernen, endoskopisch gesteuerten Laser, um Arrhythmien zu behandeln.
Als erste Klinik in OWL nutzt die Kardiologie im Paderborner St. Vincenz-Krankenhaus einen hochmodernen, endoskopisch gesteuerten Laser, um Arrhythmien zu behandeln.
Als einzige Klinik in OWL setzt der Fachbereich Kardiologie des Paderborner St. Vin-cenz-Krankenhauses unter Leitung von Chefarzt Professor Dr. Andreas Götte seit einiger Zeit eine hochmoderne Lasertechnik zur Behandlung von Vorhofflimmern ein. Besonderer Vorteil der Methode: Durch ein Endoskop wird bei dem Verfahren "durchs Schlüsselloch" eine Kameraoptik zusammen mit dem Laser für die Untersu-chung ins Herz eingeführt. So kann der behandelnde Arzt unter Sichtkontrolle mit dem Laser die notwendige Verödung ("Ablation") vornehmen, um das Vorhofflimmern zu beseitigen. In herkömmlichen Verfahren erfolgt die Darstellung des Herzens wäh-rend der Untersuchung per Röntgenbild oder durch elektrische Signale. Durch die Kameratechnik kann die Behandlung jedoch per Sichtkontrolle erfolgen - mit einem direkten Blick ins schlagende Herz.

"So wie es derzeit aussieht, reicht bei dieser Vorgehensweise häufig schon ein einzi-ger Eingriff für den vollen Behandlungserfolg", schildert Professor Götte, der ein aus-gewiesener Experte im Bereich der Herzrhythmusstörungen und des Vorhofflim-merns ist. "Bei den herkömmlichen Verfahren zur Ablation von Vorhofflimmern müs-sen wir häufig zwei Eingriffe vornehmen, um eine anhaltende Arrhythmiefreiheit zu erlangen. Die neueste Laser-Technik erscheint hingegen als Möglichkeit, schon mit einem Eingriff eine sehr effektive Behandlung des Vorhofflimmerns zu erreichen." Jedoch erfordere die Führung von Laser und Instrumenten im Herz des Patienten ein sehr hohes Maß an Erfahrung und Fingerspitzengefühl, so Götte weiter.

Der Laser stellt eine Erweiterung der konventionellen Methoden wie der Herzstrom-katheterablation zur Behandlung des Vorhofflimmerns dar. Infrage kommt die neue Technik für Patienten, die unter anfallsartigem Vorhofflimmern leiden. Die Größe der Herzvorhöfe und die Dauer des Vorhofflimmerns sind weitere Kriterien."Wir sehen es als unsere Aufgabe, aus dem derzeit verfügbaren Portfolio der Herzkathetertechni-ken ganz individuell für jeden Patienten die optimale Methode zur Rhythmustherapie wählen zu können", betont Götte. "Die neue Lasertechnik gehört unserer Ansicht nach unbedingt dazu." Deutschlandweit ist dieses Verfahren bislang erst an etwa zehn Kliniken verfügbar.

Im Auftrag der europäischen Gesellschaft für Kardiologie werden Professor Götte und britische Rhythmusexperten in den kommenden Monaten von Kamerateams bei Katheterablationen und Herzschrittmacherimplantationen begleitet. Die angefertigten Operationsfilme sollen dann zu Lehrzwecken - unter anderem auf internationalen Kongressen - verwendet werden.


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