Im zweiten Jahr des Gesundheitsfonds plant die Betriebskrankenkasse (BKK) Dr. Oetker weiterhin ohne Zusatzbeitrag ihrer Versicherten auszukommen. "Trotz der im Gesundheitssektor zum Teil empfindlich gestiegenen Kosten erheben wir keinen Zusatzbeitrag.", berichtet BKK Vorstandsvorsitzender Klemens Kläsener. Das vorausschauend wirtschaftliche Handeln der vergangenen Jahre mache sich nun für die ostwestfälische Krankenkasse bezahlt.
Gleichzeit kritisiert Kläsener die Modalitäten des Gesundheitsfonds, in dem von vorneherein eine Unterfinanzierung angelegt war. "Zusatzbeiträge der Kassen sind politisch gewollt.", so Kläsener. "Leittragende sind dabei die Versicherten, die letztendlich das Milliardenloch im Gesundheitssystem stopfen sollen."
Nach Auffassung der BKK Dr. Oetker löse der Gesundheitsfonds nicht die Probleme des deutschen Gesundheitssystems, sondern verursache weitere Bürokratie und zusätzliche Verwaltungskosten. "Kassen, die Zusatzbeiträge erheben, müssen diese beispielsweise selbst einziehen. Praxisbezogen bedeutet dies, dass für jeden Versicherten ein eigenes Konto angelegt und verwaltet werden muss. Schätzungen zufolge bleiben von acht Euro Zusatzbeitrag nur etwa sechs Euro übrig - zwei Euro beansprucht allein der Verwaltungsakt. Kostenersparnis und ehrliche Wettbewerbsförderung lassen sich nur erzielen, wenn die Politik den Mut zum Umdenken aufbringt.", erläutert Kläsener.
Die BKK Dr. Oetker im
Als gesetzliche Krankenkasse wurde die BKK Dr. Oetker am 1. Oktober 1952 gegründet und ist seit dem Jahr 2002 bundesweit geöffnet. Mit Hauptsitz in Bielefeld und weiteren Standorten in Budenheim, Hamburg und Wittlich betreuen inzwischen mehr als 180 Beschäftigte über 150.000 Versicherte und Arbeitgeberkunden. Über die gesetzlichen Standards hinaus bietet die Individualkasse qualitätsgeprüfte Top-Leistungen mit hohem Zusatznutzen an. Mehr unter www.bkk-oetker.de.
