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Selten und klein
Montag, 15 Oktober 2018 | Autor: Anke Widow

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Peruanische Samtschrecken im Zoo

Der Zoo Dortmund freut sich, seinen Besucherinnen und Besuchern ab sofort die ebenso kleinen wie seltenen Peruanischen Samtschrecken präsentieren zu können.

Mit der Peruanischen Samtschrecke Peruphasma schultei zieht eine echte Erfolgsgeschichte des Artenschutzes in eines der Terrarien der obersten Ebene das Amazonashauses ein.

Diese Art wurde erst 2004 in einem fünf Hektar großen Areal in den Bergwäldern des Cordillera del Condor Nationalparks in Peru entdeckt. Da in diesem kleinen Gebiet viele endemische, das heißt nur dort vorkommende, Arten leben, wurde das Areal unter Schutz gestellt.

Der deutsche Biologe Rainer Schulte, nach dem diese Art benannt wurde, startete zusammen mit der Peruanischen Regierung ein Aufzucht- und Auswilderungsprojekt. Heutzutage gilt die Population in Peru als stabil, was auch dem Engagement vieler Privatpersonen zu verdanken ist, welche diese interessanten Gespenstschrecken in ihren eigenen vier Wänden halten.

Wie es für Gespenstschrecken üblich ist, bewegen sich diese Tiere meist im Geäst recht langsam oder verharren regungslos eng an einen Stamm oder Blatt geklammert. Trotzdem sind sie recht leicht zu entdecken aufgrund ihres samtig-schwarzen Panzers, ihrer leuchtend roten Mundwerkzeuge und den gelb gebänderten Antennen.

Wenn die Peruanischen Samtschrecken gestört werden, richten sie ihr Hinterteil gebogen in die Luft und präsentieren dabei ihre kleinen, grell roten Flügel. In dieser Abwehrhaltung versuchen sie so schnell wie möglich zu entkommen. Falls der Widersacher jedoch nicht nachgibt, können Samtschrecken ein Wehrsekret absondern, welches in den Augen und Schleimhäuten brennen soll.

Image Trotz ihres erschreckenden Aussehens und dem interessanten Abwehrverhalten sind Samtschrecken einfache Pflanzenfresser und ernähren sich in freier Wildbahn hauptsächlich vom Peruanischen Pfefferbaum. Im Zoo Dortmund erhalten die Samtschrecken Liguster, welcher mit dem Pfefferbaum verwandt ist.

Bei der Paarung klettern die etwas kleineren Männchen auf den Rücken der Weibchen und klammeren sich dort meist für einige Tage fest bis es schließlich zur Eiablage kommt. Mit Ausnahme des Größenunterschiedes ist kein Unterschied zwischen den Geschlechtern zu erkennen.

Fotos: Stadt Dortmund



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