Ein Fahrrad unter´m Weihnachtsbaum - aber bitte ohne Stützräder
Donnerstag, 08 Dezember 2011 | Autor: Simone Maiwald
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen (ADFC NRW) gibt Tipps für den richtigen Kinderfahrradkauf
Düsseldorf. Ein neues Fahrrad unter dem Weihnachtsbaum bringt Kinderaugen garantiert zum Strahlen. Das Kind sollte aber beim Kauf dabei sein, damit die Größe des Rades auch zum Kind passt ‑ sonst kann es sogar gefährlich werden. Vom Laufrad bis zum Kinderstraßenrad, gibt der ADFC NRW Tipps für den richtigen Fahrradkauf.
Experten raten heute von Stützrädern ab. Stützräder verhindern, dass Kinder die richtige Kombination von Treten, Lenken, Bremsen und Gleichgewichthalten lernen. Mit Stützrädern gewöhnen sich Kinder eine falsche Kurvenlage an: sie verlagern ihr Gewicht nach außen statt nach innen, was sie beim Fahren ohne Stützräder neu lernen müssen. "Eine Hilfe zum Fahrradfahren lernen sind Stützräder in der Regel nicht," betont dann auch der ADFC NRW Pressesprecher Dr. Thomas Rommelspacher.
Jüngere Kinder ab 2 ½ Jahren beginnen am besten mit einem Laufrad, um Gleichgewicht, Motorik und Koordination zum späteren Radfahren zu fördern. "Wenn Kinder das Laufrad gut beherrschen, können sie problemlos auf ein Spielrad umsteigen und selbst in die Pedale treten, ohne sich mit Stützrädern plagen zu müssen," so Rommelspacher weiter. Ausstattungsvorschriften für Spielräder gibt es nicht, da sie nur spielerisch außerhalb des Straßenverkehrs genutzt werden dürfen.
Der Kauf eines Kinderstraßenrads zur selbständigen Benutzung im Straßenverkehr steht an, wenn das Spielrad zu klein geworden ist. Das Rad muss die passende Größe haben, sonst können es kleine Radler nicht beherrschen und es wird gefährlich. In jedem Falle muss das Kind mit beiden Fußspitzen den Boden erreichen können, weswegen es nicht in ein größeres Rad "hineinwachsen" kann. Außerdem ist eine komplette Beleuchtungsausstattung gemäß StVZO Pflicht.
Das Hauptaugenmerk beim Kinderfahrradkauf sollte auf der passenden Rahmengröße und kindgerechten Komponenten liegen. Gute Spielräder gibt es im Fachhandel ab ca. 150 Euro, vernünftige Straßenräder ab ca. 250 Euro ‑ qualifizierte Beratung inbegriffen. Eltern können aber auch auf einem Gebrauchtfahrradmarkt ein Kinderrad kaufen oder zu klein gewordene Kinderräder verkaufen. Gute Kinderräder finden dort immer Käufer.
Gebrauchtfahrradmärkte des ADFC in NRW im Internet unter http://www.adfc-nrw.de/termine/gebrauchtraedermaerkte.html
Unter http://www.adfc.de/verkehr--recht/sicher-unterwegs/mobil-mit-kind-und-rad/technik-tipps/kauftipps-kinderfahrrad gibt es das Faltblatt "Fahrradkauf kinderleicht" als Download und viele weitere Informationen zum Thema.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen (ADFC NRW) gibt Tipps für den richtigen Kinderfahrradkauf
Düsseldorf. Ein neues Fahrrad unter dem Weihnachtsbaum bringt Kinderaugen garantiert zum Strahlen. Das Kind sollte aber beim Kauf dabei sein, damit die Größe des Rades auch zum Kind passt ‑ sonst kann es sogar gefährlich werden. Vom Laufrad bis zum Kinderstraßenrad, gibt der ADFC NRW Tipps für den richtigen Fahrradkauf.
Experten raten heute von Stützrädern ab. Stützräder verhindern, dass Kinder die richtige Kombination von Treten, Lenken, Bremsen und Gleichgewichthalten lernen. Mit Stützrädern gewöhnen sich Kinder eine falsche Kurvenlage an: sie verlagern ihr Gewicht nach außen statt nach innen, was sie beim Fahren ohne Stützräder neu lernen müssen. "Eine Hilfe zum Fahrradfahren lernen sind Stützräder in der Regel nicht," betont dann auch der ADFC NRW Pressesprecher Dr. Thomas Rommelspacher.
Jüngere Kinder ab 2 ½ Jahren beginnen am besten mit einem Laufrad, um Gleichgewicht, Motorik und Koordination zum späteren Radfahren zu fördern. "Wenn Kinder das Laufrad gut beherrschen, können sie problemlos auf ein Spielrad umsteigen und selbst in die Pedale treten, ohne sich mit Stützrädern plagen zu müssen," so Rommelspacher weiter. Ausstattungsvorschriften für Spielräder gibt es nicht, da sie nur spielerisch außerhalb des Straßenverkehrs genutzt werden dürfen.
Der Kauf eines Kinderstraßenrads zur selbständigen Benutzung im Straßenverkehr steht an, wenn das Spielrad zu klein geworden ist. Das Rad muss die passende Größe haben, sonst können es kleine Radler nicht beherrschen und es wird gefährlich. In jedem Falle muss das Kind mit beiden Fußspitzen den Boden erreichen können, weswegen es nicht in ein größeres Rad "hineinwachsen" kann. Außerdem ist eine komplette Beleuchtungsausstattung gemäß StVZO Pflicht.
Das Hauptaugenmerk beim Kinderfahrradkauf sollte auf der passenden Rahmengröße und kindgerechten Komponenten liegen. Gute Spielräder gibt es im Fachhandel ab ca. 150 Euro, vernünftige Straßenräder ab ca. 250 Euro ‑ qualifizierte Beratung inbegriffen. Eltern können aber auch auf einem Gebrauchtfahrradmarkt ein Kinderrad kaufen oder zu klein gewordene Kinderräder verkaufen. Gute Kinderräder finden dort immer Käufer.
Gebrauchtfahrradmärkte des ADFC in NRW im Internet unter http://www.adfc-nrw.de/termine/gebrauchtraedermaerkte.html
Unter http://www.adfc.de/verkehr--recht/sicher-unterwegs/mobil-mit-kind-und-rad/technik-tipps/kauftipps-kinderfahrrad gibt es das Faltblatt "Fahrradkauf kinderleicht" als Download und viele weitere Informationen zum Thema.

