Förderung statt Nachhilfe
Dienstag, 07 Februar 2012 | Autor: Christine Hinrichs
Akteure des Förderprojektes "B.I.S.S." und Dr. Carsten Linnemann MdB im Gespräch
PADERBORN (dph) - Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien stehen im Fokus des Diakonie-Projektes "B.I.S.S.". Ein maßgeschneiderter Förderunterricht hilft ihnen auf dem Weg in ein Ausbildung und Beruf. Die "Bildungs-Initiative SchülerInnen und Studierende" entstand 2009 und damit vor der Einführung des Bildungs-und Teilhabepaketes durch den Bund. Nun trafen sich die Projekt-Beteiligten von B.I.S.S. und der Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann (CDU) zum offenen Gedankenaustausch in der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Auch interessierte Schüler hatten sich eingefunden.
"Bis jetzt hatten wir 127 Kinder und Jugendliche in unserem Projekt. Nicht einer davon hätte den Kriterien für die Lernförderung durch das Teilhabepaket erfüllt", umriss B.I.S.S.-Initiatorin Susanne Bornefeld einleitend die Dimensionen des Projektes. Zwar stehen fast alle Familien im Bezug von Sozialleistungen. Aber um Lernförderung durch das Teilhabepaket zu erhalten, müsse die Versetzung nachweislich gefährdet sein. "Wir helfen aber schon, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist," so Bornefeld.
Brigitte Köhler-Tewes, didaktische Leiterin der Friedrich-von Spee-Gesamtschule, betonte: "Die enge Zusammenarbeit mit der Schule garantiert viele Erfolge des Projektes. Wir kennen die Schüler. Wir können Lerngruppen zusammenstellen, in denen Schüler und Förderkraft gut zusammenpassen. Wir können uns mit den B.I.S.S.-Lehrkräften über Lernfortschritte, Motivation und Förderbedarf jedes Schülers intensiv austauschen." Sie regte an, diese Erfahrungen auch für die Vorgaben des Teilhabepaketes zu berücksichtigen.
Über die Erfahrungen mit dem BISS-Projekt an Grundschulen berichtete Constanze Glaese de Metivier, Rektorin der Mariengrundschule. "In der Grundschule gibt es keine Versetzung und folglich auch keine Versetzungsgefährdung", so Glaese. Daher könnten die Kinder auch keinen Förderunterricht über das Teilhabepaket beantragen. "Aber wenn wir hier beginnen, Sprachfähigkeit oder strukturiertes Arbeiten zu fördern, so ist den Kindern nachhaltig geholfen."
Mit großem Interesse und gezielten Nachfragen diskutierte Linnemann mit den Paderborner Pädagoginnen und Pädagogen. Er war begeistert von dem Projekt, das Schülern Leistungsverbesserungen von bis zu drei Noten und mehr Zuversicht für den Übergang in die Berufslaufbahn gegeben hat. "Man muss Ziele haben im Leben", zeigte sich der Bundestagsabgeordnete beeindruckt von den Kindern. Er versprach, die Infos und Anregungen der Runde mit nach Berlin zu nehmen. "Beim Teilhabepaket muss in punkto Lernförderung nachgebessert werden", so Linnemann.
Akteure des Förderprojektes "B.I.S.S." und Dr. Carsten Linnemann MdB im Gespräch
PADERBORN (dph) - Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien stehen im Fokus des Diakonie-Projektes "B.I.S.S.". Ein maßgeschneiderter Förderunterricht hilft ihnen auf dem Weg in ein Ausbildung und Beruf. Die "Bildungs-Initiative SchülerInnen und Studierende" entstand 2009 und damit vor der Einführung des Bildungs-und Teilhabepaketes durch den Bund. Nun trafen sich die Projekt-Beteiligten von B.I.S.S. und der Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann (CDU) zum offenen Gedankenaustausch in der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule. Auch interessierte Schüler hatten sich eingefunden.
"Bis jetzt hatten wir 127 Kinder und Jugendliche in unserem Projekt. Nicht einer davon hätte den Kriterien für die Lernförderung durch das Teilhabepaket erfüllt", umriss B.I.S.S.-Initiatorin Susanne Bornefeld einleitend die Dimensionen des Projektes. Zwar stehen fast alle Familien im Bezug von Sozialleistungen. Aber um Lernförderung durch das Teilhabepaket zu erhalten, müsse die Versetzung nachweislich gefährdet sein. "Wir helfen aber schon, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist," so Bornefeld.
Brigitte Köhler-Tewes, didaktische Leiterin der Friedrich-von Spee-Gesamtschule, betonte: "Die enge Zusammenarbeit mit der Schule garantiert viele Erfolge des Projektes. Wir kennen die Schüler. Wir können Lerngruppen zusammenstellen, in denen Schüler und Förderkraft gut zusammenpassen. Wir können uns mit den B.I.S.S.-Lehrkräften über Lernfortschritte, Motivation und Förderbedarf jedes Schülers intensiv austauschen." Sie regte an, diese Erfahrungen auch für die Vorgaben des Teilhabepaketes zu berücksichtigen.
Über die Erfahrungen mit dem BISS-Projekt an Grundschulen berichtete Constanze Glaese de Metivier, Rektorin der Mariengrundschule. "In der Grundschule gibt es keine Versetzung und folglich auch keine Versetzungsgefährdung", so Glaese. Daher könnten die Kinder auch keinen Förderunterricht über das Teilhabepaket beantragen. "Aber wenn wir hier beginnen, Sprachfähigkeit oder strukturiertes Arbeiten zu fördern, so ist den Kindern nachhaltig geholfen."
Mit großem Interesse und gezielten Nachfragen diskutierte Linnemann mit den Paderborner Pädagoginnen und Pädagogen. Er war begeistert von dem Projekt, das Schülern Leistungsverbesserungen von bis zu drei Noten und mehr Zuversicht für den Übergang in die Berufslaufbahn gegeben hat. "Man muss Ziele haben im Leben", zeigte sich der Bundestagsabgeordnete beeindruckt von den Kindern. Er versprach, die Infos und Anregungen der Runde mit nach Berlin zu nehmen. "Beim Teilhabepaket muss in punkto Lernförderung nachgebessert werden", so Linnemann.

